Über Leon, Zacatecas, Durango nach El Fuerte

icon author Sarah on mission      icon calendar Beitrag erschienen am 13.02.2009     

Am morgen sind wir früh los um auf dem Weg nach Zacatecas in Leon einen Zwischenstopp zu machen. Leon ist bekannt für seine Lederwaren. Nicht weit vom Busterminal häufen sich auch schon die Angebote. Drei Stunden hatten wir Zeit. Chris, der auf der Suche nach Gürtel, Geldbeutel und Jacke war ging leer aus. Es gab auch einfach nix schönes. Und die angebotenen Waren wiederholten sich. Ich, die eigentlich nichts mitnehmen wollte (ehrlich!!!), fand natürlich eine tolle Lederjacke. Die musste dann auch mit. Die Jacke war mir die 40Euro auf jeden Fall wert. Glücklich und ein wenig enttäuscht, dass nicht endlich mal Chris was schönes gefunden hatte, stiegen wir wieder in den Bus.


In Zacatecas kamen wir erst nachmittags an. Darum hatten wir nicht so viel Zeit die Stadt zu erkunden. Uns hat es auf den ersten Blick auch nicht soooo gut gefallen. Der Verkehr und auch die Menschen waren hier wieder zu stark vertreten. Die eigentliche Sehenswürdigkeit in Zacatecas ist die Mine el Eden und die Minendisko die sich in der Mine befindet. Leider hat diese aber nur von Donnerstag-Samstag geöffnet und wir waren an einem Dienstag dort. So haben wir uns spontan dazu entschieden doch schon am nächsten Tag nach El Fuerte aufzubrechen um auf dem Rückweg nochmal in Zacatecas vorbeizuschauen.

Blick vom Hostel in Zacatecas

Blick vom Hostel in Zacatecas

Abends hat sich Chris mal wieder einen Crepe gegönnt. Aber auch der war nicht frisch gemacht. Das nächste Mal ziehen wir unsere Bestellung zurück. Aber Mexiko ist ja auch nicht das Land der Crepes.

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Morgens sind wir früh mit dem Taxi zum Busterminal gefahren damit wir den Bus um 7:30 Uhr kriegen. Dieser wurde uns am Vortag als Angebot verkauft und wir konnten somit fast 100 Pesos sparen. Das tolle war nur, dass wir die einzigen Fahrgäste waren und der Bus dann auf einmal irgendwelche technischen Probleme hatte… ;) Welcome to Mexico!! Wegen zwei Menschen die hohen Autobahngebühren zahlen macht natürlich wenig Sinn. So waren wir zwar früh wach, aber mussten dann trotzdem noch auf einen anderen Bus warten und mehr zahlen. Dann hat aber doch noch alles geklappt. Aber das sollte nicht die einzige Aufregung an dem Tag gewesen sein. Die Fahrt war gut und die 6 Stunden gingen doch relativ schnell vorbei. Auch wenn man doch desöfteren auf den Fernseher schaut kann man noch die Landschaft genießen!

das Land der Kakteen

das Land der Kakteen

In Durango buchten wir unseren Bus nach Los Mochis. Eine Fahrt von 12 Stunden. Dazwischen hatten wir 3 Stunden Zeit uns Durango anzuschauen. Unser Ziel war der Ort „Chupaderus“. Ein kleiner Ort, bei dem um eine Kirche herum eine Westernstrasse gebaut wurde. Wir buchten den Bus nach Chupaderus mit Estrella Blanca. Beim Bus erfuhren wir, dass der Bus nicht direkt dort hält und man noch ein Stückchen laufen muss. Hm, ok. Mitten in der Pampa wurden wir dann rausgelassen. Der Busfahrer konnte uns nicht sagen, wann und ob ein Bus von dort auch wieder zurückfährt. Ok… Wir haben nicht sooo viel Zeit aber das wird schon…
Also sind wir losmarschiert.

on the way to Chupaderus

on the way to Chupaderus

Hinter dem Hügel sahen wir das Dorf. Es war doch ein ordentlicher Fußmarsch bis dorthin und richtig warm war es auch. Am Ortseingang kam uns ein Mann mit einem Knüppel entgegen. Gott sei Dank ist er einfach weitergelaufen… Dann mussten wir erstmal durch den ganzen Ort stiefeln, ehe wir die Westernstrasse sahen. Die Kulisse war teils schon sehr verfallen, aber man fühlte sich trotzdem leicht in die Zeit hineinversetzt. Kinder spielten dort und wollten uns etwas über die Geschichte des Dorfes erzählen, nur hatten wir ja überhaupt keine Zeit. In 1 1/2 Stunden fuhr unser Bus nach Los Mochis.

lass ma einen trinken gehn

lass ma einen trinken gehn

Und das beste ist, wir wussten immernoch nicht, wie wir zurückkommen sollten. Nachdem ein Mann meinte, dass kein Bus den Ort passiert waren wir ein wenig nervös, aber kurz darauf trafen wir eine Frau, die auch mit dem Bus nach Durango wollte. Na super. Also alles bestens.

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Wenig später saßen wir dann wieder im Bus nach Durango und pünktlich im Bus nach Los Mochis. 12 Stunden Nachtfahrt for uns. Das hat den Vorteil, dass man sich die Unterkunft sparen kann. Früh morgens kamen wir in Los Mochis an und sind wie in meinem Reiseführer beschrieben zu der Strasse marschiert, wo der Bus nach El Fuerte fahren sollte. Ja, nix da. Da war nix mehr. Das ist das Problem, wenn der Reiseführer schon 2 Jahre alt ist. Da kann dann doch einiges passieren. Von unterschiedlichen Leuten wurden wir zu unteschiedlichen Bushaltestellen geschickt. Glücklicherweise trafen wir dann auf eine Frau, die auch nach El Fuerte wollte und die uns in ihre Obhut nahm. :D Und so fuhren wir mit einem kleinen Bus zum eigentlichen Bus, der dann auch wirklich nach El Fuerte fuhr. Toll!!!
In El Fuerte konnten wir frühmorgens schon in ein Hotel einchecken. Haben uns auch erstmal noch für ein paar Stunden hingelegt und wollten dann ne erfrischende Dusche nehmen. Beim Warmwasserhahn kam nicht wirklich Wasser raus und auch nur kaltes… :( Hab die Angestellte geholt und dachte, dass ich woanders duschen kann oder wir irgendwie das Zimmer günstiger kriegen. Nene… Die Angstellte stand ne halbe Stunde bei uns im Bad und hoffte darauf dass warmes Wasser kam. Nach ner Weile kam auch lauwarmes Wasser, aber nur ein paar Tropfen. Nach ner halben Stunde im Handtuch rumsitzen, hab ich mich wieder angezogen und dann sind wir doch erstmal durch El Fuerte gelaufen. Die Besitzerin versicherte uns, dass morgens viel mehr Wasser kommt, da da der Druck noch höher sei. Ok, wir werden sehen.

El Fuerte

El Fuerte

El Fuerte fand ich jetzt nicht so prickelnd. Und so langsam kriegte ich richtiges Kopfweh von den Abgasen der Autos hier, die alle ohne Kat rumfahren. Das ist echt übel. Das ist das einzige, was ich an Mexiko bestimmt nicht vermissen werde. Ansonsten haben wir uns von der vielen Busfahrerei erholt und nicht wirklich viel gemacht. Die Vorfreude auf den nächsten Tag wurde größer!!! Mit dem Zug „El Chepe“ nach Creel. 2300 Höhenmeter und 9 Stunden Fahrt.

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1 Kommentar zu “Über Leon, Zacatecas, Durango nach El Fuerte”

  1. Kommentar von laura

    Die Wolken sind ja grandios!

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