Fraser Island

icon author Paul on mission      icon calendar Beitrag erschienen am 20.01.2009     

3.01-8.01 Rainbow Beach & Fraser Island

Nachdem ich mich 5 Tage in 1770 entspannte, fernab allem Tourismus ging es dann am 03.01 dann nach Rainbow Beach wo mein Fraser Island Self Drive Adventure starten sollte. Um 8 Uhr startet mein Bus dann von 1770 und die Fahrt dauerte ein paar Stunden. Ich verließ 1770 mit Regen und auch in Rainbow Beach sollte es nicht anders aussehen, was nicht schlimm war nur an den Strand konnte man an dem Tag nicht. In Rainbow Beach angekommen gings auch direkt ins Dingos ein Hostel vom dem mein Self Drive starten sollte. Dort traf ich gleich auch Stefan, ein alter Bekannter aus der Heimat den ich zufällig (kein Scherz, wussten beiden nicht das wir zur gleichen Zeit in AUS sind) und überraschender Weise in Arlie Beach getroffen hab. Wie dem auch sei haben wir dann Spontan entschlossen Fraser zusammen zu machen mit Irina die mich seit 1770 begleitet weil wir beide den gleichen Weg haben. Am Tag der Ankunft wurden wir dann noch von Luke (den uneheliche Sohn von Des, mein Kakadu Guide, zumindest hatte es den Anschein) eingewiesen was wir tun und was wir bitte lassen sollen. Bei dieser Einweisung hatte ich schon das Gefühl das er es mit dem Alkoholthema etwas übertreibt den Fraser ist doch keine Partyinsel… dachte ich damals. Naja gegen Mittag entschied sich dann wie unsere Reisegruppe aussehen sollte und sie bestand zunächst aus einem deutschen Pärchen und 2 Irischen Pärchen und uns drei. Dann gings an die Alkoholbestellung den man gemütlich direkt vom Hostel aus tätigen konnte. Die Iren hatten für sich jeder eine 30er Pack Bier & 1x Vodkaflasche und 2 Goon bestellt (nicht schlecht 120 Dosen Bier in 2 Tagen!). Unsere Bestellung war damit nicht zu vergleichen und wir 5 hatten nicht mal ein Viertel der Bestellung der Iren ;).

Die Reisegruppe unter der goldenen Haube

Die Reisegruppe unter der goldenen Haube

Am nächsten Tag gings auch schon los und zu unserer Überraschung hatte sich unsere Reisegruppe um 2 Spanierinnen vergrößert und wir hatten somit ein volles Auto. Zu unserm 4×4, es handelte sich diesmal um einen alten LandCruiser von Toyota, sehr robustes Auto, zumindest hatte es den Anschein. Nachdem wir unser Auto bepackt hatten gab es dann noch ein kleine Einweisung in die Autos und dann ging es auch schon los auf die Fähre. Ich durfte zuerst ans Steuer und mir machte es riesig Spaß das kleine Monster zu fahren, vor allem als es dann so langsam in den Sand ging auf dem Weg zu Fähre wo wir dann auch auf Allrad umstellen mussten. Die Fahrt mit der Fähre dauert von Rainbow Beach gerade einmal 7 Minuten. Auf der Insel angekommen gings gleich wieder im Allrad durch den Sand und Glücklicherweise sind wir schon mal nicht stecken geblieben. Um jedoch auf den Hauptstrand bzw. auf Fraser die Hauptverkehrsstraße zu gelangen, muss oder kann man eine Inlandsstraße, wenn man das den so bezeichnen kann durchfahren. Jedoch war die Fahrt auf dieser Straße sehr holprig, da es sich eher mehr um einen Schotterweg handelte als um eine Straße, also wurde unser kleiner LandCruiser mitsamt Besatzung ordentlich durchgeschüttelt. Gute 40 Minuten dauerte die Fahrt durch den Shaker ehe wir wieder am Strand ankamen und da wir ziemlich nahe an der Flut waren die an diesem Tag gegen 1 Uhr mittags sein sollte, versuchten wir recht zügig voran zukommen. Jedoch war das nicht so ganz einfach, den der Sand war mittlerweile sehr mit Spurrillen durchzogen, die zum einen das Lenken wirklich nicht einfach gestalteten und man dadurch auch dem Gegenverkehr auch recht schlecht ausweichen kann,blieben wir einemal Stecken. Auf jeden Fall finden einige Einheimisch das sehr witzig wenn man kurz vor der Flut sein Auto anschieben muss weil man Ihnen ausgewichen ist um einen Unfall zu vermeiden. Naja bis auf diese Tatsache machte es riesig Spaß durch den Sand zu fahren und sich sozusagen Treiben zu lassen, den mehr war durch die Spurrillen sowieso nicht drin. Eine gute Stunde waren wir auf dem Strand unterwegs bis wir bei Eurong wieder “normal” durchs Landesinnere weiterfuhren natürlich auch durch Sand, der jedoch etwas fester war als am Strand.

auf der Fähre..

auf der Fähre..

Das Ziel heute war es noch im Lake Makanzie schwimmen zu gehen. Nachdem wir wiederrum einen holprigen aber sehr witzige Fahrt hinter uns hatten kamen wir auch schon am Lake an wir brauchten für die 15 km ca. 1 Stunde ;). Bevor wir zum Lake liefen machten wir erst mal eine Lunchpause und checken so aus was man uns so vorgesetzt hatte und zuerst dachte ich das es ganz schön eng kalkuliert worden war, was sich später aber dann als eigentlich ausreichend herausstellte, was das Essen angeht. Nachdem Lunch gings dann auch zum Lake und zum ersten Mal sah ich einen sehr schönen Strand und dazu Süßwasser, sehr ungewöhnlich und interessant, leider hatten wir am ersten Tag nicht das beste Wetter erwischt, es war also recht frisch und windig aber es regnete nicht und das war die Hauptsache. Am Lake verbrachten wir dann einige Stunden und es war schon Nachmittag als wir entschieden die anderen Gruppen zu suchen um ein gemeinsames Camp aufzubauen. Wir mussten den Weg zurückfahren machten jedoch in Eurong nochmal halt um unseren Eisvorrat etwas aufzufrischen damit das gute Bier auf dem Dach auch noch schön kalt bleibt bevor wir zu unserm Campingplatz aufbrachen. Am Treffpunkt angekommen sahen wir auch schon 2 der anderen 5 Wagen und wir suchten uns ein Plätzchen etwas außerhalb des Strandes um etwas mehr Windschutz zu haben. Nach einer Weile kamen auch noch die andern beiden Wagen und langsam bauten wir dann unser Camp auf und im Anschluss gab es dann ein kleines Dinner, natürlich mit einer Menge Sand inklusive. Dann begann auch schon das kleine Trinkgelage, irgendwie hatte ich das Gefühl das wir ca. 50% Iren auf der ganzen Tour hatten, die natürlich alle sehr Trinklustig waren und dir sich auch mit ausreichend Bölkstoff eingedeckt hatten. Ganz schlecht hatte es ein deutsches Pärchen erwischt die mit 7 Iren und 2 Engländern in einem Auto waren, wobei die Iren Alkohol für über 600 Dollar gekauft hatten, den es natürlich in den 2 Tagen zu vernichten galt. Wie dem auch sei wir hatten ja auch zwei irische Pärchen mit dabei, jedoch waren diese recht brav und eigentlich auch ganz nett. Nach einer kurzen Nacht mit inklusive Biernachgeschmack, ging es dann zunächst recht schnell weiter, wir bauten das Lager ab, Frühstückten noch etwas. Nächster Halt war ein kleiner Süßwasserfluss der kurz vom dem Strand endet, unglaublich klares aber auch kaltes Wasser und man kann sich sozusagen bis zum Strand treiben lassen. Dann mussten wir uns allerdings etwas Sputen da die Flut auch schon bald kommen sollte und wir bis dahin am Indian Head ankommen wollten. Das Fahren war jedoch viel angenehmer als am Vortag, die Flut hat den Strand sehr eben gemacht und somit viel leichter befahrbar und man bleibt auch so gut wie gar nicht mehr stecken.

Indian Head Lookout

Indian Head Lookout

Gegen Mittag waren wir dann am Top End angekommen und von dort aus geht ein kleiner Walk hoch zum Lookout wo man bei guten Wetter sicher weite Teile der Insel kann. Der Anblick war wirklich beeindruckend, das Meer war unglaublich Wild, machte auch Lust ein wenig drin zu schwimmen jedoch würde man das wohl nicht überleben, die Strömung würde einen sofort raus ziehen, falls man nicht schon an der Brandung drauf geht. Dann gings auch schon weiter den es gibt nur einen Punkt auf der Insel bei dem man weitgehend ungefährlich im Meer schwimmen kann. Den bei den sogenannten Champagner Pools, direkt an den Klippen die einen Bereich umschließen der geschützt ist und man nur von Wellen erfasst wird die diese Klippen treffen, also eigentlich ungefährlich, bis auf die Tatsache das man auf den Messerscharfen klippen nicht ausrutschen sollte. Dort gab es dann auch eine Lunchpause bevor gegen Nachmittag schon wieder zurück mussten. Denn wir müssten auf dem Rückweg noch halt am Wrack machen das direkt am Strand liegt. Leider hatte ich da schon Probleme mit meiner Kamera wie schon auf dem gesamten Trip was das Fotografieren so ziemlich unmöglich machte. Auch schon weil die Linse nach kurzer Zeit schon voll mit Wasserflecken war verging mir dann auch schnell die Lust aufs Fotografieren. Eigentlich war ja angedacht den Sonnenuntergang am Wrack anzuschauen, aber alle waren ein wenig Müde und so besonders war das Wrack nun auch nicht, so gings auch gleich danach weiter auf die Suche nach einem Übernachtungsplatz. Diesmal schlossen wir uns mit zwei weiteren Autos zusammen um einen Rastplatz zu finden, was gar nicht so einfach war. Zu guter letzt fanden wir auch einen, der jedoch nicht so sonderlich Windgeschützt war, aber so richtig wollte auch niemand mehr nach einem anderen suchen so blieben wir dort und versucht uns mit Planen vom sandigen Wind zu schützen, was eigentlich so gut wie unmöglich war. Nachdem wir unser Camp aufgebaut hatten wir dann noch ein sandig knirschendes Dinner und dann gings auf den übrig gebliebenen Alkohol zu vernichten. Wir hatten ja nicht so viel zu vernichten aber die Iren hatten da schon einen Batzen an Arbeit vor sich. Die Nacht im Zelt war diesmal auch nicht so schlimm da wir grünen Untergrund hatten der zumindest etwas gedämpft hat, trotzdem war sie sehr kurz da wir schon gegen 6 Uhr also kurz nach Sonnenaufgang wieder raus sind. Leider hatte es ein Auto doch so eilig das Camp zu verlassen das es zu aller erst das gesamte halbwegs Wind und Sand geschützte Camp zerstören musste, um so Früh wie möglich weg zu kommen.

Fraser Island

Morgens halb 6 auf Fraser

Dies machte es natürlich nicht so einfach zu Frühstücken bzw. alles einzuräumen da alle Schutzplanen von Ihnen schon abgebaut worden sind. Es war ja der letzte Tag und auf dem Plan hatten wir noch ein See der auf dem Weg lag. Der See der eher mehr wie ein Tümpel war und nicht sonderlich gut roch war jedoch nach dem 45 Min. Marsch schon eine kleine Abkühlung und eigentlich ein guter Abschluss der Trips. Den dann gings auf die Heimfahrt die ca. nochmal eine Stunde dauern sollte. Wieder über diese holprige Strecke zurück zur Fähre. Dort trafen wir dann auch die anderen 4 Autos. Mit der Fähre gings dann wieder zurück nach Rainbow Beach und dann direkt zum Tanken und zur Auto und Abgabe. Das Auto und das Ausrüstung wurde natürlich gründlichst gecheckt wir hatten jedoch Glück zum einen hatten sie sich bei uns verzählt und wir musste bei der Ausrüstung nichts bezahlen und unsere Stoßdämpfer waren noch ganz, somit hatten wir keine Extrakosten. Andere Gruppen hatten weniger Glück, bei einer ist die Windschutzscheibe gebrochen da der Ersatzreifen vom Dach auf die Windschutzscheibe gefallen ist (250 $), eine andere Gruppe ein Stoßdämpferplatte gerissen (150 $). Naja im Großen und Ganzen war der Trip schon ganz in Ordnung, jedoch behandeln die Touristen die große Sandinsel nicht sonderlich gut, man findet überall Müll der sich natürlich nach kurzer Zeit im Sand eingräbt und auch verschmutzt wird die gesamte Insel. Und ich kann mir nicht vorstellen das diese alte Autos mit denen wir über die Insel gefahren sind nicht mal gelegentlich Öl verlieren, das dann wiederrum von der Ebbe und Flut einfach in den Ozean gespült wird. Man kann ja auch dem gemeinen Touri all die Verschmutzung, Ausbeutung und Zerstörung in die Schuhe schieben (Great Barrier Reef) aber im Endeffekt machen sie Kasse damit und behandeln es dementsprechend Schlecht, dafür das sie davon leben und sicherlich noch lange was davon haben wollen.

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3 Kommentare zu “Fraser Island”

  1. Kommentar von fipsy

    haha, von Fraser Island in Kombination mit Iren kann ich auch ein Liedchen singen… bei mir warens damals zum Glück auch “nur” 4 im Auto… Aber am Strand rumheizen ist einfach nur zu geil! ;)

  2. Kommentar von Moritz

    Yeah, der gute alte Stefan :D
    Viele Grüße an ihn. Was macht der dort nochmal?

  3. Kommentar von Paul

    ja wie gesagt unsere waren brav was wohl an den frauen lag die die beiden dabei hatten ;)..

    @mo stefan war in perth hat da irgendwo sein prax gemacht.. und fliegt auch bald heim.. ;)

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