Xilitla

icon author Chris on mission      icon calendar Beitrag erschienen am 09.02.2009     

Nachdem wir uns frueh morgens aus dem Bett qequaelt, unsere sieben Sachen gepackt hatten,
sassen wir um sieben Uhr morgens dann doch tatsaechlich im Bus (Firma: Flecha Amarilla) in
Richtung Xilitla. Xilitla hatten uns Viktor und Holger waermstens empfohlen und auch Sarahs
Reisefuehrer hatte nur positives ueber dieses, zirka 300km nordoestlich liegende Bergdorf,
erzaehlt. Auch Busse zweiter Klasse sind noch einigermassen ertraeglich.

Sieben Stunden Bus durch eine sich sehr aendernde Landschaft. Zu Beginn ging es nur durch
eben noch ziemlich bevoelkerte Gebiete und da wir noch ziemlich muede waren fiel es uns
nicht schwer ein wenig Schlaf nachzuholen. Gegen 9 Uhr ging es ueber die erste Passstrasse,
und nach einer weiteren aenderte sich die Umgebung schlagartig. Baeume und Buesche, dicht
an dicht, liessen die Berglandschaft nicht mehr kahl erscheinen. Alle 20-50 km fuhren wir
an einem Bergdorf vorbei, stoppten kurz und sammelten weitere Mexikaner auf. Fuer diese ist
der Bus teilweise die einzigste Moeglichkeit von A nach B zu kommen. Die Strassen wurden
immer kurvenreicher und dem Busfahrer schien es richtig Spass zu machen auch das letzte
aus dem alten Mercedes Bus raus zu kitzeln. Kurve um Kurve, teilweise nahe am Abgrund vorbei,
dennoch meisterhaft geschnitten. Rennfahrer sind diese Busfahrer hier auf jeden Fall. Eine etwas groessere Pause gab es dann noch in Jalpan, wo das Benutzen der Toiletten am Busterminal fuer uns beide auch eine neue Erfahrung war.

Zuerst muss man in allen Toiletten in Busterminals 3 Pesos zahlen, was ja ueberhaupt nicht die Welt ist. Das tolle in Jalpan war die Spuelung. Statt der normalen Spuelung hiess es hier kraeftig mit Wassereimern nachspuelen. Das benutzte Toilettenpapier bitte dabei nicht in die Schuessel sondern in einen nebenan stehenden Muelleimer. Dabei muss man das Toilettenpapier schon vor dem betreten des Toilettenbereichs abholen, verstaendlicherweise nur in kleinen Mengen. Blöd, wenn man dies dann erst spaeter merkt… :-).

Gegen 14 Uhr sind wir dann endlich in Xilitla angekommen. Ein kleines Bergdorf, welches noch
nicht so touristenueberlaufen ist. Dementsprechend waren wir fuer einige Mexikaner etwas
Anderes. Nach dem wir in das Quartier Hotel Dolores (ebenfalls von Holger und Viktor empfohlen)
eingezogen sind, haben wir uns in Xilitla noch ein wenig umgesehen.

in Xilitla

in Xilitla

Auf der Nordseite gingen immer steile Strassen den Berg ins Tal hinab, auf der Suedseite fuehrt die Hauptstrasse
entlang, auf derer wir auch mit unserem Bus entlang gekommen sind. Am abend sind wir noch
in einer kleinen Gaststaette mit Talblick und extremen Vogelgezwitscher essen gegangen.
Lecker und guenstig.

Am naechsten Morgen wollten wir uns die eigentliche Attraktion, von dem englischenexzentrischen Architekten entworfenen Park “Las Pozas”, ansehen.

Las Pazas, zum Austoben

Las Pazas, zum Austoben

Nur 20-30 Minuten zu Fuss gut erreichbar und auf jeden Fall einen Besuch
wert. Nach dem Tod des Architekten wurde der Garten mit zahlreichen phantasievollen Gebaeuden
fuer die Oeffentlichkeit freigegeben. Das “Klettern” durch die Gebaeude macht Spass und auch
ein Bad in den kalten Becken von Las Pozas konnte ich mir nicht entgehen lassen.

eiskalte Erfrischung

eiskalte Erfrischung

Um 14:30 Uhr ging leider unser Bus schon wieder zurueck nach Queretaro. Nochmals sieben Stunden
aufregende Busfahrt. Aber wir haben es ueberlebt ;-).

Von Queretaro ging es dann gleich nach San Miguel de Allende weiter. Bericht folgt…
svgallery=chris-20090124-xilitla

1 Kommentar zu “Xilitla”

  1. Kommentar von Alex

    echt tolle bilder! ich wuensche euch noch ganz viel spass auf eurer reise! geniesst jede einzelne minute, denn es ist schneller vorbei als gedacht!! :)

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