LA, Universal Studios – Hollywood

icon author Chris on mission      icon calendar Beitrag erschienen am 03.10.2008     

So nachdem Sarah schon ganz fleissig zwei Artikel über unseren Ausflug nach L.A. geschrieben hat und das Wetter draußen überhaupt nicht für Outdoor Aktivitäten einlädt, hier ein Bericht von mir.

Nach unserer traumhaften Fahrt entlang dem Highway #1 und unserem ersten Tag in Los Angeles haben wir uns am Samstag einen Abenteuertag gegönnt. Bereits am Freitag haben wir günstig(er) die Eintrittskarten für die Universal Studios in Universal City erstanden.

Was ist eigentlich Universal Studios?

Nein, es handelt sich dabei nicht um ein Appartment mit einem Zimmer in dem sich Küche, Schlafzimmer, Esszimmer in einem Raum befinden (auch Studio genannt), sondern vielmehr um einen Themenpark, der die Attraktion schlechthin in Los Angeles ist. Universal Studios bietet nicht nur Unterhaltung mittels Achterbahnen und Shows, sondern ermöglicht auch einen Einblick hinter die Kulissen Hollywoods.

Mittels unser am Vortag erstandenen Eintrittskarten war es uns nach unserer frühen Ankunft in Universal City (eigener Stadtteil von L.A.) möglich ohne anzustehen gleich loszudüsen. Zuerst wollten wir alle möglichen Achterbahnen (die echten?!) erleben. Somit stand der “The Simpsons”-Ride an aller erster Stelle. Dank nicht vorhandener Warteschlange befanden wir uns ziemlich bald in einem ziemlich cool gestalteten Raum wieder, in welchem der Reihe nach auf großen LCD Bildschirmen von berühmten Simpsons Charakteren Kurzgeschichten erzählt wurde. Mensch, wir wollen Achterbahn fahren, und nicht Stories hören die wir schon längst kennen. In den Universal Studios ist es ganz normal, dass vor dem eigentlichen – ich nenn es jetzt einfach mal – Ride, eine kleine Vorgeschichte erzählt wird. Nun gut, nachdem diese nun endlich erzählt wurde durften wir weiter, zu acht in einen weiteren kleineren Raum. Juhuuu, jetzt gehts los. Ne, falsch gedacht. Wieder ein Bildschirm, diesmal die Sicherheitsunterweisung. Naja, scheinen ja schon ganz schön nahe zu sein. Stimmt. Nach ungefähr fünf Minuten gingen die Türen auf und wir sahen es, unser Gefährt für die erste Fahrt. Taschen zur Seite, rein in die Kiste, Sicherheitsbügel runter und gespannt auf die letzten Türen zum ultimativen Adrenalin Kick geschaut. Was geschah. Ein weiterer Bildschirm erschien, suuuuuuuuper, ätz. Irgendein unbekannter gelber Freak aus “The Simpsons” wollte uns irgendwas unverständliches erzählen. Doch dann – Psycho Bob erscheint. Es ging los. Doch statt nach vorne durch die Türen, nach oben- ca. 3m. Jetzt befanden wir uns vor einer riesigen leicht gewölbten Leinwand, auf die mit Hilfe von ziemlich guten Beamern eine atemberaubende Show gezaubert wurde. Mit Hilfe von Hydraulik wurde das ganze perfekt. Auf der Jagd nach Psycho Bob – und das alles in 3D!!!

The Simpsons Ride

The Simpsons Ride

Nach zirka 4 min war der Spaß dann auch schon wieder zu Ende. Aber woow. Ich war beeindruckt. Medienimmersion sehr gut gelungen. Als wir dann unseren ersten Ride beendet hatten und das Gebäude verlassen hatten wurde uns allen applaudiert. Aber das lernt man hier schnell, die Amerikaner jubeln sich gerne selber zu. So ich werde euch jetzt nicht alle Attraktionen so genau erzählen. Es kann ja gut sein, dass jemand von euch Lesern diesen Park auch besuchen möchte – und das wäre ja dann nicht mehr ganz so spannend.

Auf zum zweiten Ride, zum Lower Level. Universal Studio ist notgedrungen, da am Berg gebaut, auf zwei Levels aufgeteilt. Der zweite Ride hieß “Revenge of the Mummy”. Auch hier so früh in Amerika (inzwischen 9:45 ;-)) keine Schlange. Dank der sehr beeindruckenden Fassaden nahe des Eingangs werden doch einige Besucher des Parks etwas abgebremst, und somit noch von den etwas weiter entfernten Rides entfernt gehalten. Aber wir Europa Park erfahrenen Deutschen wissen wo der Hase läuft. Best Attractions first! Zu Beginn des Mummy-Rides fühlten wir uns wie in Piraten in Batavia, aber es kam anders. Hmm, schade ich kann ja nicht alles verraten – aber soviel geht: es kamen lustige Fotos dabei heraus. Wie auch im Europa Park werden auch in den Universal Studios die Fotos während der Rides von stationären Kameras geschossen und als weitere Einnahmequelle genutzt. Da der Mummy-Ride und die Fotos so toll waren, gleich zweimal.

Next Ride – Jurassic Park Ride. Woow. Da ich, wie fast alle kleinen Jungen, irgendwann mal total begeistert von Dinosauriern war, ein MUSS! Nachdem wir alle in ein Bootartiges Gefährt eingestiegen waren, zogen uns Ketten durch die bekannten Tore des Jurassic Parks. Eins muss man den Dekorateuren des Parks lassen: sie haben wahre Meisterarbeit im ganzen Park geleistet. Besonders in diesem Teil der Universal Studios kam dies zum Vorschein. Nach zwei steilen Rutschen waren wir nass und haben uns erfrischend auf den Weg zu den nächsten Attraktionen gemacht. “Backdraft” (auch als Film mit Kurt Russell) machte seinem Namen alle Ehre. Effektreiche Show. Anschließend zu der “Special Effect Show” um noch einige Tricks für unsere Filmkarriere mitzunehmen. Zurück auf dem Upper Level wartete “Shrek4D”, ein 3D Kino (Polfilterbrillen) mit Hydraulik- und Wassereffekten auf uns. Nett, aber nicht ganz so atemberauben wie “The Simpsons”-Ride. Anschließend ging es zur “Studio Tour”, welche die Universal Studios wohl am meisten einzigartig im Vergleich zu anderen Themenparks macht. 45 Minuten Unterhaltung und Fahrt auf einem Zug durch die unterschiedlichsten Sets von Filmen die von Universal Studios gedreht wurden. Von Jaws (Der weiße Hai) über “The Fast and the Furious” bis “Desperate Housewifes” (für die unwissenden Männer) war alles dabei. Ich bin mir nicht bei allen Sets sicher, dennoch vermute ich stark, dass die meisten Filme nicht direkt auf dem Campus gedreht wurden, sondern die Sets vor Ort für den Themenpark wieder neu aufgebaut wurden.

War of Worlds - Set

War of Worlds - Set

Nach “Terminator 2: 3D” einem weiteren Film mit Brille und Live-Schauspieleren (yeaaaah, “Arni Double”), dem “House of Horrors”, in dem ich zweimal ziemlich erschrocken bin (Liveakteure) und dem “Universal Animal Actors”, in dem Tiere die Show führen (Tiere sind intelligent!) machten wir uns auf dem Weg zu dem Höhepunkt und leider auch zu dem Abschluss unseren Besuchs. WATERWORLD!!! Woow. Wir betraten eine riesige Arena und ein noch größeres Set. Nach einer Weile kam man sich wie im Film auf einer der schwimmenden Inseln vor. Acht Schauspieler, viel Special Effects, Explosionen und noch viel mehr Wasser (nicht umsonst waren die Sitzplätze als “Wet-Area” ausgezeichnet) unterhielten uns nach Hollywood Manier. Nach dem ein beinahe original großes Wasserflugzeug mit Explosion vor uns im Wasser landete, wussten wir nicht mehr was noch alles kommen sollte. Unterhaltung pur. Die 25 Minuten vergingen wie im Flug – viel zu schnell. Man wollte mehr. Leider war dies die letzte Vorstellung und der Park schloss um 18:00 Uhr. Menschenscharren machten sich auf dem Weg zum Ausgang. Wir auch.

Waterworld

Waterworld

Ach so, ganz vergessen. Natürlich gab es auch zwischendurch Verpflegung. Ich habe mir morgens gleich nach dem Eingang ein “All you can eat”-Armband besorgt. Teilen mit den anderen hat leider nicht ganz so toll geklappt. Die Schlangen an dem Programm teilnehmenden Restaurants waren ewig lang und ich durfte “nur” eine Vorspeise, ein Hauptgang und ein Desert mitnehmen. Das Band lohnt sich trotzdem auf jeden Fall, da ein, typisch für USA, riesiges Stück Pizza immerhin trotzdem schon stolze 6$ (ca. 4 Euro) kostete.

Nach dem Ausgang konnten wir noch langsam durch den fast genauso pompösen “Universal Studios City Walk” schlendern. Ein Restaurant neben dem anderen, ein Laden neben dem anderen und riesige Leuchtreklamen. Ihr könnt euch vorstellen dass der Weg zum Parkhaus noch eine Weile gedauert hat.

Woow. Das war es schon. Atemberauben und empfehlenswert!

Gruß an Dennis an dieser Stelle (ein Glückspilz der in Rust nahe dem Europapark wohnt).

Hollywood erleben ist das eine, jedoch Hollywood sehen das andere. Ein Teil davon ist sicherlich auch der berühmte Hollywoodschriftzug der über der Stadt Los Angeles wahrt. Nach unserem Tag in den Universal Studios haben wir uns abends im Dunkeln auf die Suche gemacht um genau dieses zu finden. Auch fast ein Abenteuer, denn nur sehr enge Straßen schlängeln sich zu jenem Wahrzeichen, welches auf etlichen Bildern zu sehen ist. Dank dem Navigationssystem und einer ausführlichen Karte fanden wir dies dann auch. Das Schild zu erklettern sei mit Vorsicht zu wagen, denn in regelmäßigen Abständen kommt ein Helikopter mit ziemlich hellen Scheinwerfern angeflogen und leuchtet Schild und Umgebung genauestens ab.

Danach sind wir zurück in unser Motel, welches übrigens in Inglewood (nahe LAX, dem Flughafen von L.A.) lag – nicht gerade eine der sichersten “Neigbourhoods”. Dies und die Tatsache dass alle 10 Minuten ein Flugzeug vorbeiflog erklärte auch den ziemlich günstigen Preis für das Zimmer (ca. 15 Euro).

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4 Kommentare zu “LA, Universal Studios – Hollywood”

  1. Kommentar von Maria

    also ich möchte es kurz fassen: crazy!

  2. Kommentar von Eula

    Also, ich war zum Jahreswechsel 1995/96 in den Universal Studios in Orlando FL. Damals gab es noch den ET-Ride… ich merke schon, heute ist alles ganz anders, sehr viel Action-reicher und noch abgedrehter als damals, aber cool ist und bleibt es wohl, egal an welchem Ort man nun hingeht.

  3. Kommentar von Nico

    Ja, ja. Den Hollywood – Schriftzug habe ich damals auch schon gesucht. Allerdings ohne Navi und Karte, nur nach “Orientierungsinn”. Hab nach 2 Stunden zwar eine große Pferde-Ranch mit richtigen Cowboys gefunden, aber nicht den Schriftzug. Hab´s dann auch aufgegeben. Aber bestimmt klappt es dann beim nächsten Mal.

  4. Kommentar von alex K.

    ihr wart im “Motel 6″ in Inglewood? Da hab ich auch schon zwei nähte verbracht? huiuiui… :) hach, ist das toll… :)

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