Mazunte, La Ventanilla, Zipolite,…
… die Schoenheiten der Pazifikkueste in Mexiko.
Mazunte und La Ventanilla
Die Nacht in der Dachkammer ging einigermassen glimpflich vorrueber. Hin und wieder mussten wir trotz Moskitionetz und Mueckenspray gegen die kleinen Viecher ankaempfen, die summend nachts am Ohr vorbeifliegen, und einen doch immer wieder ins Leere schlagen lassen. Wie schlimm die Auswirkungen der Stiche sein sollten, zeigte sich in ein paar Tagen.
Aber am Valentinstag wollten wir was unternehmen. So ging es frueh mit einem Taxi ins Nahe gelegene “La Ventanilla”. Der Name kommt von einem in einem Fels gelegenen Loch – einem Fenster. Aber wegen dem Fenster oder besser gesagt einem Loch im Felsen sind wir nicht hierher gekommen. Ventanilla besteht aus 25 Haeusern und liegt ebenfalls direkt am Meer. Die Bewohner dieses Doerfchens haben es sich zur Aufgabe gemacht die Schildkroeten, die einmal im Jahr hierher kommen um ihre Eier zu legen, zu schuetzen. Da wir uns leider nicht in der Zeit befanden, in der man diese langsamen Artgenossen antreffen kann, haben wir uns fuer eine gefuehrte Bootsfahrt innerhalb einer weiteren Lagune in die Mangrovenwaelder entschieden. Zwei Anbieter gibt es hier in Ventanilla. Man sollte sich fuer den linken entscheiden, da bei ihm ein Inselbesuch mit eingeschlossen ist. Wir warteten eine kurze Weile auf einen englischsprechenden Fuehrer, damit wenigstens irgendetwas haengen bleibt.
Zunaechst ging es einen Kilometer am Strand entlang. Unser Guide Carlos erzaehlte uns, wie wichtig es sei das Touristen regelmaessig Bootstouren mit ihrer Agentur machen, da sie vom Tourismus abhaengig sind und sonst die Schildkroeten zu Lederhandtaschen verarbeiten muessen. Na gut so aehnlich. Carlos wechselte wieder zum Spanisch, nachdem er mitbekam, dass ich einigermassen Spanisch verstehe und gebrochene Antwortsaetze hervorbringen konnte. Auf jeden Fall war Carlos gewillt uns ein wenig fuer unser Geld zu bieten. Auf dem Weg zu den Booten hat er eine Krabbe ausgegraben und sie uns ein wenig naeher gezeigt. Die Krabbe behielt er aber erst einmal.
Da wir abermals frueh unterwegs waren, konnten wir Zeugen eines fuer uns interessanten Naturereignis werden. 200 Meter im Wasser sprang ab und zu irgendwas Komisches Kleines aus dem Wasser. Zuerst dachten wir das waeren Fische (Fliegende Fische mit kleinen Fluegeln gibt es ja wirklich). Carlos erklaerte uns jedoch, dass am Morgen die jungen Mantas (Tiere, kein Auto) auf Nahrungssuche sind. Warum sie dabei Springen konnte ich nicht auf Spanisch verstehen. Vermutlich koennen sie durch einen Sprung mehr Plankton oder Kleingetier aufschnappen. Naja weiter gehts ins Boot.

interessantes Schauspiel
Kaum waren wir im Boot, sahen wir schon das erste Suesswasserkrokodil. Das war ein wenig erschreckend. Nicht weil ich noch nie ein Krokodil gesehen hatte, sondern weil das Krokodil sich wahrscheinlich ganz in der Naehe der Anlegestelle der Boote befand. Noch ein wenig schwamm das Krokodil vor uns her, bis es schliesslich genauso schnell verschwand wie es aufgetaucht war.

Sich mal fahren lassen hat auch mal was. Nicht immer selber paddeln wie bei Puesta del Sol. Zirka 400 Meter ging es in die Lagune hinein. Einmal um eine Mangroveninsel herum. Immer wieder zeigte uns Carlos neue interessante Tiere, die man erst nach ein wenig Suchen selber entdecken konnte.

Iguana
Nach weiteren 100 Metern legte Carlos, welchen wir uebrigens ganz fuer uns allein hatten, auf einer Insel an. Seine Krabbe nahm er natuerlich mit. Nach ein paar Metern auf der Insel kamen wir zu Kaefigen. In einem befand sich ein kleiner Fuchs, im anderen wartete schon wie verrueckt eine kleiner Nasenbaer (oder so aehnlich). Er wartete darauf, dass ich ihm die Krabbe, welcher Carlos mir inzwischen in die Hand gab, zuwerfe.

seltsames Tier, Lieblingsspeise Krabben
Kaum hatte ich die Krabbe nur in die Naehe des Kaefigs geschmissen hatte der kleine Nasenbaer mit einer Geschwindigkeit die Gebeine abgerissen. Die Krabbe war innerhalb einer halben Minuten vertilgt. Mahlzeit. Der Baer, der Fuchs, ein paar Papageie und noch ein paar Rehe sind neben den Krokodilen die einzigsten Tiere auf der Insel auf die Huettenbewohner ebenfalls aufpassen. Die Krokodile zuechten sie. Die Rehe haben sie gezuechtet, koennen sie aber nicht mehr zuechten, da das Geld fehlt. Freigelassen, werden die sie entweder von Menschen erschossen oder von Krokodilen gefressen. Die Loesung: mehr Touristen, mehr Geld, mehr Futter und ein groesseres Gehege. Komisch oder. Immer sind die Touristen die Loesung.
Nach einer halben Stunde auf der Insel ging es fuer uns dann auch wieder langsam zurueck an den Strand. Haben Carlos ein wenig Trinkgeld in die Hand gedrueckt und im viel Glueck mit den Touristen gewuenscht.
Nachmittags ging es fuer uns wieder an den Strand in Mazunte. Entspannung war angesagt. Kaum hingelegt, ein bissle umschauen, und es musste ja passieren. Und ausgerechnet von rechts :-). Viktor kam daherspaziert. Er hatte uns noch nicht gesehen, aber auch er musste zweimal hinschauen bevor er es glauben konnte. Welch Zufall. Naja gleiche Route hatten wir ja auch, wir dachten jedoch das Viktor schon irgendwo in der Karibik sein Bauch zum braeunen bringt. Super lustig fanden wir es jedoch alle. Haben uns kurz ausgetauscht und dann auch schon wieder verabschiedet. Viktor musste bald aber schon wieder los. Bei ihm ging es schon am abend weiter nach San Cristobal de las Casas.
Am Abend gab es Essen an einem mit roten Rosen bedeckten Tisch und das direkt vor unserem Dachzimmer. Genial.
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Zipolite
Am Morgen ging es fuer uns vorerst kurz nach Pochutla. Zum Reisen braucht man leider auch Geld, und von dem fand man in den Kuestenorten leider keins. Kein einziger Geldautomat. Somit ging es fuer uns nach Pochutla. Nach dem Geldholen haben wir gleich noch unser Busticket fuer die Nachtfahrt von Pochutla nach Oaxaca gekauft. Danach ging es ziemlich bald wieder ueber Mazunte und weiter nach Zipolite. Eigentlich nur ein kurzer Ausflug nach Zipolite. Strandtag. Haben unsere Sachen in Mazunte lassen duerfen. Mit dem Colectivo 12 km suedoestlich nach Zipolite und Ruhe angesagt. Ach und weiter rechts am Strand gab es noch eine Freikoerberkultur. Als wer mal in Mexiko sich nackig zeigen will, bitte. Am spaeten Nachmittag wieder zurueck nach Mazunte, unsere Klamotten geschnappt, vorher noch kurz geduscht und mit dem Colectivo nach Pochutla zum Terminal.
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Um 22:05 Uhr ging es los. Busfahrt nach Oaxaca. War ziemlich Kurvenreich. Ausgeraubt wurden wir zum Glueck dennoch nicht.
geschrieben am 5. März 2009 um 00:39 Uhr ///
Ein kleines bisschen Neid und viele liebe Grüße an euch! :) Tolle Fotos!!!!
Andi
geschrieben am 6. März 2009 um 02:12 Uhr ///
Man ihr habt echt nen springenden Manta vor die Linse bekommen… nicht schlecht. Tolle Bilder Leute! Weiter so ;)
geschrieben am 6. März 2009 um 02:15 Uhr ///
Uups, der letzte Beitrag war von mir… Hab nur nicht gemerkt, dass Sarahs Name noch eingetragen war… Sry
geschrieben am 6. März 2009 um 04:40 Uhr ///
LOL… hab mich grad schon etwas gewundert… see you soon!!
geschrieben am 6. März 2009 um 22:03 Uhr ///
Ja, das schaut weiterhin klasse aus. So viele Eindrücke… ich schicke Euch lieber kein Foto vom schneebedeckten Furtwangen ;-)