Hawaii – Kauai – Part 1
Kauai, Hawaii, Oahu, Waikiki??? Einigen von euch wird es wahrscheinlich so wie mir gehen und können diese Namen wahrscheinlich nicht genau zuordnen. Deshalb eine kleine Erläuterung, bevor ich zum eigentlichen Eintrag komme.
Hawai’i an sich ist eine Inselkette bestehend aus (von Nordwesten nach Südosten): Niʻihau, Kauaʻi, Oʻahu, Molokaʻi, Lānaʻi, Kahoʻolawe, Maui und Hawaiʻi. Dabei habe ich nur die acht größten Inseln aufgezählt. Westlich von Ni’ihau befinden sich noch viele weitere kleine Inseln wieder. Die größte Insel, Hawai’i, auf der übrigens auch der Ironman jedes Jahr stattfindet, wird auch Big Island genannt. Auf Maui und Big Island befinden sich noch die einzigsten aktiven Vulkane, somit waren wir einigermaßen sicher ;-).
Wie bereits Sarah in ihren vorangegangenen Berichten (Hawaii – Oahu – Part 1 & 2) geschrieben hat, hat unser Aufenthalt auf Oahu, der weit bevölkerungsreichsten Insel begonnen. Die wohl mit berühmteste Stadt Honolulu, der Hawaii Inseln ist der Haupttransferpunkt für Güter aller Art, somit auch für Touristen.
Waikiki ist die Partymeile, “der Ballermann” von Oahu. Wohl etwas übertrieben, findet man hier jedoch die meisten Hotels und Jugendherbergen der ganzen Insel. Waikiki bietet außer Hotels und Einkaufsmeilen natürlich auch noch seinen berühmten Strand, den Waikiki Beach.
Was hat es jetzt aber mit Kauai auf sich? Kauai ist die nächste Insel von Oahu Richtung Nordwesten. Mit 75000 Einwohnern (inkl. Touristen) und einer Fläche von 1.433 km² bietet sie mehr Einsamkeit und somit genau das richtige für uns zwei. Somit haben wir uns von unseren 12 Tagen Hawaii, vier Tage für Kauai aufbehalten und einen Flug gebucht. Leider gab es zu der nur gerade mal 120km entfernten Nachbarinsel keine Möglichkeit mit dem Schiff überzusetzen. Der Flug fand dennoch in einer kleinen Triebwerkmaschine statt und dauerte gerade mal 35min.
Tag 1:
Angekommen auf Kauai ging unser erster Weg zum Mietwagenverleih. Sarah hatte schon von San Francisco aus einen Mietwagen für 4 Tage reserviert. Erstaunlicherweise kamen statt $9 Damage Waiver satte $25 am Tag hinzu. Das schlug den erwarteten Preis nochmal kräftig in die Höhe. Da wir aber wussten, dass anders als auf Oahu, die öffentlichen Transportmittel seltener fahren, nahmen wir das überteuerte Angebot trotzdem an. Das Auto war ein PT Cruiser, meiner Meinung nach ein hässliches Auto. Dennoch Economy Klasse (die kleinste Klasse), welche wir gebucht hatten. Leider merkten wir ziemlich schnell das wir uns selbst auf Hawaii noch in den Vereinigten Staaten befanden und unser PT Cruiser auch ziemlich durstig war. Unter 10l/100km war schon beinahe unmöglich – trotz 55 Meilen Geschwindigkeitsbeschränkung.

bereits unterwegs mit unserem durstigen Gefährt
Naja, weiter gehts. Richtung Süden, weg von Lihue vorbei an weiteren für den Europäer fast unausprechlichen und sehr vokalreichen Städtenamen nach Waimea und den Waimea Canyon Drive entlang. Eine lange und windige Straße führt nach einer schnellen Ansteigung auf den Kamm des Canyons entlang bis sie schließlich am Kokee Lookout endete. Auf dem Weg dahin hatten wir mit dem Auto knapp über 1000 Höhenmeter hinter uns gebracht und alle paar Kilometer Stops für atemberaubende Lookouts (Aussichtspunkte) eingelegt. Man hat sich teilweise um Jahrtausende zurückversetzt gefühlt. Dschungel überall und dann noch der riesige Canyon unter uns. Und wir zwei Glückspilze durften dann noch erleben, dass sich trotz leicht schlechten Wetters die Sonne durchgekämpft hatte, und sich somit ein wunderschöner Regenbogen unter uns bilden konnte. Wann hat man schon solch eine Aussicht und kann auf einen Regenbogen im Tal von oben blicken?
So schnell wie er aber gekommen war, war er auch schon wieder weg. Am Kokee Lookout beginnt der Pihea Wanderpfad zu den Sümpfen, welche sich auf der gleichen Höhe befinden wie der Lookout. Diesen sehr schlammigen und rutschigen Pfad sind wir anhand Zeitmangel nur ein kleines Stück entlang gelaufen. Gelohnt hat es sich jedoch auf jeden Fall. Erstens konnten wir nochmals atemberaubende Ausblicke geniessen und zweitens war es uns aufgrund des schlammigen Weges möglich Erfahrungen für die kommende Wanderung, welche weitaus anstrengender sein sollte zu sammeln.

Kokee State Park
Nach ungefähr 2 Stunden Fußmarsch befanden wir uns mit dreckigen Unterschenkeln und total schmutzigem Schuhwerk wieder bei unserem Auto. Es war bereits kurz vor vier. Auf dem Rückweg, wieder den Canyonkamm entlang, entdeckte Sarah in unserem tollen Reiseführer einen Traumstrand, bei dem wir beide unbedingt den Sonnenuntergang geniessen wollten. Ja, ein bissle Romantik muss sein. Zwischen zwei Meilenmarkern an der Straße fanden wir schließlich den 500m langen Pfad zum Strand. Wir befanden uns am einsamen und traumhaften Makaweli Beach. Niemand war zu sehen. Ein von Palmen gesäumter Strand und wir durften die “ersten” Fußspuren in den Sand setzen.
Nach einem schönen Sonnenuntergang machten wir uns schon ziemlich bald auf den Rückweg zum Auto und weiter zu unserem Campingplatz im Salt Pond Beach Park. Was wir während lauter Urlaub beinahe vergessen hatten: es war Thanksgiving. Zumindest der Donnerstag von beiden Feiertagen. Dies wurde uns wieder klar, als wir viel Einheimische am Campingplatz antraffen, die bereits eine stattliche Mahlzeit hinter sich hatten und kräftig sangen und feierten. Eine halbe Stunde später hatten wir unser Zelt – direkt am Strand unter Palmen – aufgebaut und waren bereit auf eine abkühlende und erfrischende “Open Air” Süßwasserdusche. Boaaah, war das toll.
Ja auch in Hawaii wurde es schon ziemlich früh dunkel. So war es schon gegen acht komplett finster. Das Positive dabei, man schläft früher ein und kann somit auch früher aufstehen.

Am nächsten Morgen
So hatten wir bereits am frühen morgen um halb acht unser Zelt schon abgebaut und waren wenig später schon auf dem Weg zum “Spouting Horn”, einem Felsloch, durch welches durch die starke Brandung Wasser wie durch eine Fountaine geblasen wird. Frühstück zwischen wildem Geflügel, inklusive stattlichen Hähnen. Weiter ging es Richtung Norden, entlang der Ostküste. Nur noch kleinere Stopps, an grandiosen Vista Points in das Landesinnere, hielten uns auf dem Weg zu Ke’e Beach auf. Warum zum Ke’e Beache? Der Ke’e Beach war der Startpunkt unseres Höhepunkts während unseres viertägigen Aufenthaltes auf Kauai – der Kalalau Trail.
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geschrieben am 10. Dezember 2008 um 02:58 Uhr ///
Scheeee :)
geschrieben am 10. Dezember 2008 um 04:37 Uhr ///
Sehr schoene Bilder… echt zu beneiden! Ich will auch….
geschrieben am 10. Dezember 2008 um 08:13 Uhr ///
Wow, das ist ja unglaublich beeindruckend, vor allem, wenn so menschenleer. Vielen Dank auch für eure Postkarte von Kauai. Sie ist gesten angekommen. :)
geschrieben am 10. Dezember 2008 um 11:24 Uhr ///
nice! Das haus auf dem letzt Bild erinnert mich an die Queenslander in OZ, die waren auch so geil. Warscheinlich net weit vom Strand, Surfboard vor der Türe, palmen im garten, hach *träum*
geschrieben am 10. Dezember 2008 um 19:24 Uhr ///
TRAUMhaft….
geschrieben am 14. Dezember 2008 um 11:05 Uhr ///
Ja, sehr schöner Bericht und tolle Bilder!!
Unberührter Strand ist bestimmt richtig genial!
geschrieben am 15. Dezember 2008 um 17:43 Uhr ///
Ich will mehr wissen! Wie war der Kalalau Trail?