Guanajuato
Nachdem wir am Abend dann von San Miguel de Allende unseren naechsten Bus nach Guanajuato genommen hatten befanden wir uns gegen 9 Uhr vor unserem Hostel mit verschlossenen Tueren. Dann ging es halt zu unserer Alternative. Ein ziemlich grosses Zimmer mit gleich zwei Doppelbetten in einem Arkadeninnenhof. 300 (16 Euro fuer Beide) Pesos fuer die Nacht. Kaum im Zimmer hoeren wir draussen Mariachis (Mexikanische Musikgruppe) spielen. Nein, es waren keine Mariachis. Hierbei handelte es sich um Estudiantina, musikalische Studenten, die gerne Musik machen und so durch die Strassen ziehen.

- Estudiantina – Musik durch die Stadt
Diese Gruppe zieht abends durch die Stadt und bleibt von Zeit zu Zeit stehen und führt Tanzspiele durch. Natuerlich kann mit der Gruppe mitziehen jeder der moechte. Ein toller Einstieg fuer eine neue Stadt. Zum Schluss unseres Nachtspaziergangs mit den Estudiantina, kamen wir an die Callejon del Beso, die so eng ist, dass sich ohne Probleme gegenüberliegende Nachbarn vom Balkon aus küssen konnten. Am naechsten Tag sind wir in ein anderes Hostel umgezogen. Da hatten wir dann ein 6er Dorm fuer uns alleine, und noch guenstiger :-).
Guanajuato an sich ist eine besondere Stadt. Viele Strassen sind einfach unter die Stadt gebaut. Somit bleibt der Stadtverkehr etwas aus und es konnten mehr Fussgaengerzonen eingerichtet werden. Zudem gibt es in Guanajuato kaum gerade Strassen. Wenn man von A nach B laeuft, tut man dies meistens durch enge Gaesschen. Zwischendurch findet man sich auf kleinen Plaetzen wieder, auf denen die Mexikaner gelassen ihrer Siesta nachgehen.

- Guanajuato
Ausser Kirchen, kleinen Gaesschen und kleinen Plaetzen kann man in Guanajuato noch das Museo de las Momias besichtigen. Das gibt es dann Tote zu sehen, die durch den besonders mineralsalzhaltigen Boden nicht verwest sind und dadurch noch besonders gut konserviert wieder ausgegraben werden konnten. Etwas komisch, aber anscheinend hat die Gegend um Guanajuato sowieso ein besonderes Verhaeltnis zum Tod. Einmal im Jahr findet auch hier der Umzug der Toten (de las Muertas) statt. Das Museum war insgesamt interessant, zweimal muss man sowas nicht unbedingt sehen. Und wer in Hagens´s Koerperwelten war, kennt sich ja schon wenig aus, wie Tote aussehen koennen.
Besonders fuer mich hat sich die Stadt auch durch das gute Essen hervorgehoben. Bevor es zum Mumienmuseum ging, gab es fuer mich eine leckere “Torta”. Nochmal erklärt, weil’s wirklich gut ist! Das ist ein Broetchen, das aufgeschnitten mit Kaese beidseitig auf dem Grill aufgewaermt wird, mit Avocadostuecken, Zwiebeln, Bistek (Fleisch), Tomaten und Salat, richtig lecker schmeckt. Paul, das gibt es in unserer WG auch mal, wenn wir wieder da sind ;-)

- noch besser als es aussieht
Zudem kam noch das ultraleckere Steak, das ich mit Bohnen und Kaese ueberbacken und gruener Sosse essen durfte. Boah, ich habe jeden einzelnen Bissen genossen. Allein das Essen waere es schon Wert nochmal nach Guanajuato zu fahren. Leider liegt Guanajuato nicht mehr ganz auf unserer Route und wir muessten dafuer einen mehrstuendigen Umweg in Kauf nehmen.
Zusammengefasst hat das Ambiente, die kleinen Gaesschen, die Tunnel, die Mariachis bzw. Estudiantina, das Essen, die Leute, zu unser jetzigen Lieblingsstadt in Mexiko gemacht. Am naechsten Morgen ging es schon ziemlich frueh weiter ueber Leon nach Zacatecas. Was da alles passiert ist, wird euch Sarah im naechsten Bericht erzaehlen.
svgallery=chris-20090126-guanajuato
geschrieben am 12. Februar 2009 um 11:10 Uhr ///
voll toll, vor allem das bild von euch zwei, suuuuuesss! :)
geschrieben am 12. Februar 2009 um 12:45 Uhr ///
Sehr schoene Fotos! ich muss da auch mal hin…
geschrieben am 16. Februar 2009 um 16:20 Uhr ///
hihi, ein Knutschbild, wie süß ;-)