Creel – Teil 2
Am naechsten Morgen ging es dann mit einem der Soehne und dessen Cousin frueh morgens (7 Uhr) los in Richtung “La Bufa”. Zunaechst ging es auf geteerten Strassen bis zu einer Abzweigung, die uns in ein kleines Dorf mit einem weiteren indianischen Voelkchen fuehrte. Kurze Verpfleckungspause fuer unsere beiden Begleiter und weiter zu dem ersten Aussichtspunkt. Die ersten Sonnenstrahlen erreichten die gegenueberliegenden Felsabhaenge.
Nach einer kurzen Pause und kurzer Erklaerung unseres Guides ging es weiter auf dem Weg zu einer Bruecke ueber die vor wenigen Jahrzehnten noch tonnenweise Silber, Kupfer und andere Erze mit Eseln geschleppt wurden. Natuerlich war die Bruecke nur noch zu Teilen erhalten. Auf dem Weg dahin fuhren wir an einer Unfallstelle vorbei. In der Nacht muss ein LKW-Fahrer die Kontrolle ueber sein Fahrzeug verloren haben und ist mit seinem Kollegen mehrere Meter in die Tiefe gestuerzt. Ein Schwerverletzter und ein Toter. Was ich mich immer frage, wie lange es wohl dauert, bis es dem Schwerverletzten moeglich war Hilfe anzufordern oder auf sich aufmerksam zu machen, denn nicht ueberall hier in den Schluchten hat man Handyempfang. Erschreckend wie schnell so etwas passieren kann. Unser Reisefuehrer hatte auch noch ein Gruselstory auf Lager, die genau diese Unfallstelle betrifft, an der anscheinend schon mehrere ihr Leben verloren.
Nach wenigen weiteren Kilometern ging es nur noch auch einer sehr holprigen Strecke in Richtung “La Bufa”, welcher uns einen weiteren Blick ueber die Kupferschlucht bieten sollte. Es ging nur noch sehr langsam voran, vorbei an Baustellen und entgegenkommenden Autos, die uns ein Weiterkommen nur durch teilweises Zuruecksetzen ermoeglichten. Das wir uns in einem Gelaendewagen befanden minderte nur teilweise das Schauckeln des Chassis.

La Bufa
Endlich angekommen, durften wir unsere Beine wieder bewegen. Ein Stueck des Weges ins Tal durften wir zu Fuss bewaeltigen. Bis zur einer weissen Huette ging es zirka eine Stunde bergab entlang der steilen Schlucht mit Aussicht, welche man am liebsten sich in die Hosentasche stecken moechte, um sie spaeter noch einmal betrachten zu koennen. An der Huette fanden wir niemanden ausser Ziegen, Eseln und einem Hund.

Hallo Sarah...
Unser Reisefuehrer holte uns nach einer Stunde an der Huette wieder ab und wir machten uns wieder auf den 3h Rueckweg nach Creel.
Durch unseres fruehes Aufbrechen blieb uns jedoch noch genug Zeit um einen Abstecher zu einem Wasserfall zu machen. Auch hier fuehrte eine sehr holprige Strasse nur in die Naehe des Wasserfalls. Zu meinem erstaunen kam uns ein Renault Clio mit mind. fuenf sichtbaren Insassen entgegen. Und dass auf ein Holperstrasse in Mexiko. So was sieht man nicht alle Tage. Die letzten 2-3km mussten wir zu Fuss bewaeltigen. Je mehr wir uns dem Wasserfall naeherten, desto mehr indianische Frauen wollten ihre handgemachten Waren verkaufen. Wir haben uns gewundert, wieviele Kilometer diese jeden Tag zuruecklegen muessen um auf einen Verkauf zu hoffen. Gerade jetzt, da wir uns noch vor dem eigentlichen Touristenandrang befinden, welcher Ende Maerz beginnen soll. Leid tun sie einem schon, alles kaufen kann man wegen beschraenkter Rucksackgroesse und limitiertem Gepaeckgewicht leider auch nicht. Der Wasserfall machte unsere Anstrengungen auf jeden Fall wieder wett.

Wasserfall, Name entfallen ;-)
Leider blieb uns nicht allzu viel Zeit und nach ein paar Fotos befanden wir uns schon wieder auf unserem Rueckweg. Reisefuehrer und Cousin blieben natuerlich beim Auto ;-).
Von hier aus war es nur noch 1h Stunde bis nach Creel. Die meiste Zeit verbrachten wir zwar im Auto, jedoch lohnten sich die vielen Aussichtspunkte und der Stop am Wasserfall. Die bis jetzt noch sehr schlechten Strassen ermoeglichen ein schnelleres Vorankommen noch nicht. Zum Glueck, denn somit bleibt der Besuch nur denen mit genuegend Sitzfleisch und Ausdauer gegoennt.
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