Bye bye USA
Ein Bericht von Sarah und Chris:
nach 148 Tagen United States kommt hier unser kleiner Abschlussbericht oder auch Zusammenfassung.
Es war sicher anders als wir es uns teilweise vorgestellt hatten. Aber eher besser! Folgend haben wir unsere Erfahrungen zur besseren Überschaubarkeit in Punkte aufgegliedert.
Studium
Ja, das Studium. Es liegt schon wieder ein Weilchen zurück. Das Semester ging wahnsinnig schnell vorbei und mit allen Wochenend- und Ferienausflügen ging es noch schneller. San Francisco war auf jeden Fall ein guter Ausgangspunkt für unterschiedliche Reisen. Chris: “Sarah, wieder zurück zum Thema. Bist schon wieder beim Reisen!”
Das Studium war interessant und anders als in Deutschland. Studieren in einer anderen Sprache stellt man sich auch weitaus schwieriger vor als es ist. Zusammenfassend gab es viel mehr Hausarbeiten in allen belegten Kursen als in Deutschland. Und das obwohl wir jeweils nur vier Kurse belegt haben. Was aber hier in San Francisco trotzdem Vollzeit-Studium bedeutet. Der Anspruch der einzelnen Fächer war ganz unterschiedlich aber meist kam er nicht an den Deutschen in Furtwangen heran. Dies liegt aber wohl auch an der Anzahl der zu belegenden Kurse. Heute wurde bekannt gegeben, welche Produktionen unsere Fachs “Advanced Video Production” von der non-profit Organisation “Habitat for Humanity” ausgewählt wurden. Dabei sind wir beide gut weggekommen.
Wir sind der Meinung, dass ein Studium im Ausland die Verspätung des Abschlusses um ein Semester auf jeden Fall wert ist.
City
Wir haben uns hier bewusst nur auf Städte bezogen, welche wir mindestens eine Woche erlebt haben.
Wow. San Francisco live und dann gleich für ein paar Monate. Die Stadt ist aber anders als ich, Sarah, es mir vorgestellt hatte. Gerade am Anfang war das Wetter durch den Nebel ein wenig depressiv, da dieser tage-, bzw. wochenlang anhielt. Diese Stimmung wurde durch die wochenlange Zimmersuche unterstützt. Man hat von dieser Stadt vorher ja auch schon ein bestimmtes Bild im Kopf. Dieses wurde aber gerade am Anfang nicht vollständig bestätigt. Im Meer kann man nicht baden, weil es viel zu kalt ist und vom Nebel ganz abgesehen.
Aber dieser verschwand glücklicherweise gegen Oktober. Während unserer Zeit in dieser trotzdem tollen Stadt hat es max. 3-4 mal geregnet. Es gibt so viel in und außerhalb der City zu tun. Im Vergleich zu New York würden wir es eher hier vorziehen zu wohnen. Mal abgesehen von der Golden Gate Bridge, gibt es natürlich auch noch viel mehr zu sehen und erleben. Wobei wir ehrlich gestehen müssen, dass ein typisches Sightseeing in San Francisco ausgeblieben ist.
New York ist einfach eine Weltmetropole. Dies merkt man auch sofort wenn man sich nur ein paar Stunden im Stadtzentrum, dem Times Square, aufhält. Menschen, Autos ohne Ende, da frägt man sich wer da eigentlich noch arbeitet. Dennoch gibt es in New York sehr viel zu sehen, so dass man locker für zwei Wochen ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine stellen könnte. Leben in Manhattan ist für den Studenten beinahe unbezahlbar. Eine Wohnungssuche müsste man auf andere Berzirke beschränken. Für das Partyleben und Shoppen ist New York natürlich ein Paradies. Auch kulturell bietet New York einiges und macht somit den Ruf einer Weltmetropole mehr als gerecht.
Sehr auffällig wenn man aus San Francisco kommt, sind die Straßenstände in New York. Diese haben wir in San Francisco nicht wirklich gesehen. Hier gibt es an fast jeder Ecke Stände mit karamelisierten Nüssen oder FastFood Wägen, aber auch Klamottenstände.
Public Transport
So verschieden wie es fast nicht sein kann. In San Francisco würde ich, Chris, erstmal jede zweite Haltestelle gnadenlos streichen. Dies würde dazu beitragen, dass Busse viel häufiger fahren und dadurch die Wartezeiten drastisch verkürzt würden. Trotzdem muss man gestehen, dass man in San Francisco fast überall Public Transport(iert) wird.
Eine Fahrt in San Francisco kostet 1,50$ und bringt einen für generell 90 Minuten überall hin. Sonntags gilt das Ticket sogar für den ganzen Tag. Möchte man jedoch mit der Cable Car fahren muss man 5$ hinblättern. Diese sind jedoch bei einem Monatsticket für 45$ schon inbegriffen.
Die Subway in New York ist einfach super, denn man muss nie lange warten. Eine Fahrt kostet hier 2$. Es gibt aber auch Mehrtagestickets. Das tolle bei der Subway in New York ist, dass es auch Expresszüge gibt. Diese Züge halten dann nicht so oft wie andere und man kommt schneller voran. Sie fährt bei weitem häufiger und die Züge sind eeeeewig lang. Natürlich ist die U-Bahn auch nicht verkehrsabhängig wie das die Muni teilweise in San Francisco ist.
Menschen
San Francisco = Asiaten
New York = Farbige
Sehr sehr auffällig sind die Asiaten in San Francisco. Man könnte meinen sie bilden die Mehrheit der Bevölkerung. Abgesehen von den Asiaten, die weniger englisch sprechen und eher zurückhaltend sind und dadurch schwer einzuschätzen sind, sind die Bewohner in San Francisco freundlich und hilfsbereit.
In New York dagegen gibt es kaum Asiaten. Wir haben ganz ganz wenige gesehen. In NYC machen die Farbigen einen Großteil der Bevölkerung aus. Da unser Hostel in Harlem war, kamen wir uns extrem “anders” vor. Allgemein wurde uns beiden in den Vereinigten Staaten von Amerika immer positiv begegnet und wir hatten nie rassistische Probleme.
Kultur
In den USA gibt es auf jeden Fall eine andere Kultur, die zum Teil schon von den vorhergegangenen Teilen beschrieben wurde. Vor allem das kaum vorhandene Umweltbewusstsein, die extrem großen Sammelangebote im Supermarkt und die Gabe fast alles übertrieben positiv zu sehen sind wohl mit die auffälligsten Dinge, die uns in den letzten Monaten aufgefallen sind. Dennoch sind die USA ein gastfreundliches Völkchen. Deutsche Studenten sollten nicht allzu große Probleme haben, sich in diesem Land zurecht zufinden. Wir können ein Studium oder Aufenthalt in den USA, und vor allem in San Francisco jedem empfehlen, der ein Stück amerikanischen Traum miterleben möchte – auch wenn dies nicht der Traum von jedermann sein mag.













